Bücher des Protests gegen Stuttgart 21

1.  Analysen und Reflexionen zu Konzernen und Politik

          


Robert Schmittmann: Sie sollen nicht ungeschoren davon kommen. Stuttgart 2013
-  Psychologische Diagnosen über das Agieren von Konzernen, der Politik und des Rechtssystems anlässlich der Bürgerbewegung gegen das Großprojekt Stuttgart 21 -
ISBN  978-3-944137-63-6      Peter-Grohmann-Verlag
Buchhandel, Autor, Mahnwache, Verlag  D 70182 Stuttgart, Olgastraße 1 A,
E-Mail: robertschmittmann@gmx.info

"256 Seiten - Diagnose, die es in sich hat! Auf den Gabentisch der Demokratiebewegung
damit! Schmittmann spricht eine klare Sprache, ohne Schnörkel, ohne Wenn und Aber.
Warum engagiert man sich in einer Protestbewegung und investiert so viel Zeit, Kraft, Geld,
fragen viele. Nach den Erfahrungen von über drei Jahren Protest kommt freilich die Demokratie in Schmittmanns Diagnose nicht gut weg. Wir leben offenbar in einer Zeit, in der nicht nur viele Märchen der Wirtschaftsideologen entlarvt werden, sondern auch die Märchenerzähler." Der Verlag 


Ein Sachbuch über das Agieren von Konzernen, der Politik und des Rechtssystems bei Großprojekten. Vor allem wurde deren Verhalten gegenüber der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 zum Anlass genommen, allgemeine Reflexionen über sie aus psychologischer Sicht vorzunehmen.

Gedanken und Erkenntnisse der letzten drei Jahre Protestbewegung wurden in verschiedenen Aufsätzen zu Papier gebracht. Man weiß, daß es bei Großprojekten wie Stuttgart 21 um viel mehr als "nur" einen Bahnhof geht. Wir fragen uns:
-  Wie ist das zu erklären, dass zuvor volksnahe Politiker nach ihrer Wahl nichts mehr von ihren Bürgern wissen wollen?
- Wie funktionieren Konzerne als Großorganisationen im Gegensatz zu Protestbewegungen?
-  Inwieweit kann man noch von demokratischen Prozessen sprechen, wenn eine so große und kompetente Bürgerbewegung ein so mangelhaftes Projekt nicht stoppen konnte?
-  Wie müsste eigentlich ein Rechtssystem bei Protestbewegungen vorgehen, damit es nicht in den Verdacht diktatorischer Grundeinstellungen käme?
-  Wie trickst ein Konzern Informationsveranstaltungen kompetenter kritischer Bürger aus und schlägt daraus noch für die Manipulation einer Volksabstimmung Kapital? 
-  Und vorallem: welche psychischen und kommunikativen Mechanismen muss man hinter allem vermuten, die dazu beitragen, dass Konzerne so rücksichtslos vorgehen können, wie sie es tun? 
 



    

H.E. Dietrich, F. Gehring, G. Müller-Enßlin, M. Poguntke, und W. Schiegg (Hrsg.):
Stuttgart 21 - Christen sagen Nein
Beiträge zu einer christlichen Protestkultur am Beispiel von Stuttgart 21
Stuttgart 2012
ISBN  978-3-944137-96-4     Peter-Grohmann-Verlag

Mehr als 50 Beiträge zum christlich motivierten und theologisch begründeten politischen Widerstand sind in diesem Buch dokumentiert. Die am konkreten Fall - dem Protest gegen das Immobilien- und Verkehrs-Projekt "Stuttgart 21"  - entstandenen Texte weisen weit über ihren Anlass hinaus. Sie bilden ein veritables Lesebuch für alle, die sich mit dem Engagement von Christen gegen ökologisch und sozial unverantwortliche Großprojekte auseinandersetzen wollen.

Ginge es bei "Stuttgart 21"  lediglich um einen Bahnhof - niemals wäre eine solch umfassende Protestbewegung entstanden. Tatsächlich aber wurde dieses Projekt im laufe der Protestjahre Detail für Detail entlarvt als "der größte technisch-wissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte" (Christoph Engelhardt). Vor diesem Hintergrund ist dieses Buch ein hoch interessantes Zeitdokument.